Baby erkältet – was tun?

Baby erkältet – was tun?

Gerade zu Beginn des Lebens sind Babys für Erkältungen besonders anfällig, weil ihr Immunsystem und somit auch der Schutzmechanismus in den Schleimhäuten noch nicht entsprechend ausgereift sind. Deshalb sind 10 bis 12 Erkältungen pro Jahr, meist in den kalten Jahreszeiten, ganz normal.

Die von der Mutter während der Schwangerschaft und des Stillens übertragenen Abwehrstoffe bieten einen gewissen Schutz in den ersten Monaten nach der Geburt. Ab dem 3. Lebensmonat beginnt das Immunsystem des Babys eigene Antikörper zu produzieren, sobald es mit Krankheitserregern in Kontakt kommt. Eine Erkältung ist daher enorm wichtig für die Stärkung der kindlichen Abwehrkräfte.

Trotz des positiven Aspektes leiden Babys viel mehr unter einer Erkältung als Erwachsene, insbesondere wenn ihre Nase verstopft ist. Denn Babys sind Nasenatmer und die Umstellung auf die Mundatmung fällt ihnen sehr schwer. Schon bei einer leichten Schwellung der empfindlichen Schleimhäute in dem ohnehin sehr kleinen Raum der Nasenhöhle und der engen Nasengänge zum Rachen, bekommen sie kaum Luft. Sie brauchen viel mehr Kraft, um an der Brust zu saugen oder aus der Flasche zu trinken. Durch die eingeschränkte Atmung können Babys nicht genug trinken und bleiben oft hungrig. Sie werden dann unruhig und quengelig.

Neben den Maßnahmen zur Linderung der Erkältungssymptome, wie reichliche Flüssigkeitszufuhr, viel Ruhe und Schlaf, frische Luft, ist es sehr wichtig die Nase des Babys möglichst frei zu halten, damit es ausreichend atmen und trinken kann. Deshalb sollte die Nase regelmäßig mit einem weichen Einweg-Taschentuch abgewischt werden. Die anschließende Pflege der Nasenhaut mit einer babygerechten Heilsalbe beugt Wunden und Schmerzen vor. Die Verwendung von Nasentropfen (ob physiologische Kochsalzlösung, Schleimhaut abschwellende oder homöopathische Nasentropfen) muss kindsgerecht dosiert sein und sollte nur nach Absprache mit dem Kinderarzt erfolgen.

Bei einem leichten Schnupfen kann das Einreiben der Brust mit Erkältungscremes aus natürlichen, für Babys und Kleinkinder unbedenklichen ätherischen Ölen, die Atmung des Babys erleichtern. Die mit jedem Atemzug eingeatmeten flüchtigen Wirkstoffe können ihre entzündungshemmende und entspannende Wirkung im Körper entfalten.

Damit Ihr Baby nicht zu sehr leiden muss

Gibt es eine geeignete Erkältungscreme?

Zurzeit gibt es wenige Erkältungscremes, die für Babys ab drei (3) Monaten und Kleinkinder geeignet sind. Ganz neu auf dem Markt ist VapoCal Kid Baby, eine Babycreme, die sich auch zur Linderung der Erkältungsbeschwerden bei Babys bewährt hat.

VapoCal Kid Baby ist eine sanft beruhigende und auf Babys und Kleinkinder abgestimmte Creme. Sie beinhaltet Blüten-Extrakte der echten Kamille, ätherische Öle  der Waldkiefernadel, des Rosmarins und des Lavendels in babygerechter Formulierung und in einer ausgewogenen Kombination mit Shea Butter, Mandelöl sowie anderen pflegenden Wirkstoffen. Die natürlichen Inhaltsstoffe werden – nach dem Einreiben auf der Brust – über die Haut und die Atemwege aufgenommen.

Die Creme zieht schnell ein und ist nicht fettend. Sie spendet Feuchtigkeit, ist entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, beruhigt Ihr Baby sanft, so dass es entspannt und ruhig atmen kann. Sie enthält keine Parabene, Kampfer oder Menthol.

Kampfer, Menthol oder Eukalyptus haltige Erkältungscremes sind für Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren deshalb ungeeignet, sogar gefährlich, weil sie im Extremfall zu akuter Atemnot bis hin zum Atemstillstand führen können.

Der Grund dafür ist, dass die Wirkstoffe die Schleimbildung und die Entzündung in den Atemwegen verstärken. Somit werden die schmalen Luftwege, die durch die Entzündung ohnehin verengt sind, noch mehr verstopft. Die Kinder bekommen dann kaum Luft und Sauerstoff.

Den Haupteffekt sehen Wissenschaftler darin, dass die Wirkstoffe das Gehirn austricksen. Durch das Kältegefühl wird der Eindruck erweckt, dass genügend Luft durch die Atemwege strömt, obwohl es dem nicht so ist.

Worauf  sollte insbesondere geachtet werden?

Grundsätzlich ist es wichtig, das Immunsystem Ihres Babys, besonders in den kalten Jahreszeiten, ausreichend zu unterstützen. Durch Kälte, insbesondere dauerhaft kalte Hände oder Füße, kann die Widerstandsfähigkeit der Schleimhäute gegen Krankheitserreger beeinträchtigt werden. Viren können dann die Schleimhäute besser besiedeln und es kommt schneller zu einer Erkältung. Zur Vorbeugung einer Erkältung sind warme Kleidung, genügend frische Luft, gesunde Ernährung und Händehygiene bei erkrankten Familienmitgliedern die wichtigsten Maßnahmen.

Für verschnupfte Babys und Kleinkinder ist die richtige Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer sehr wichtig. Durch das Auslegen von feuchten Tüchern oder Anbringen eines Luftbefeuchters wird verhindert, dass die Schleimhäute durch die trockene Heizluft zusätzlich gereizt werden. Dabei sollten niemals ätherische Öle als Tropfen für die Raumluft verwendet oder gar direkt auf die Nase oder Lippen des Babys geträufelt werden. Sie können einen Kehlkopfkrampf und Lähmungserscheinungen der Zunge auslösen. Die Folge ist die Unterdrückung der Atmung bis hin zur lebensbedrohlichen Atemlähmung.

Bei der Anwendung von für Babys und Kleinkinder empfohlenen Erkältungscremes mit ätherischen Ölen besonders darauf achten, dass diese nicht im Bereich der Nase und Gesicht gelangen.

Auch Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen bzw. Hausmittel “aus Omas Kräuterküche” sind nicht generell für jeden geeignet. Sie können Nebenwirkungen haben und allergische Reaktionen auslösen. Werden Mittel gegen Erkältung zum ersten Mal bei Babys verwendet, sollten sie im Hinblick auf Unverträglichkeitsreaktionen geprüft werden. Ihr Kinderarzt wird Ihnen dabei behilflich sein.

Grundsätzlich wird empfohlen, die Packungsbeilagen von Präparaten zur Behandlung von Schnupfen und Erkältung hinsichtlich der Anwendbarkeit bei Babys gründlich zu prüfen. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt oder Apotheker beraten.

Wichtig ist, das verschnupfte Baby besonders im Auge zu behalten, regelmäßig Fieber messen und frühzeitig den Kinderarzt aufsuchen, sobald eine Verschlechterung des Zustandes eintritt.

Auch wenn eine Erkältung bei Babys und Kleinkindern meist harmlos ist, bleibt eine gewisse Unsicherheit. Manchmal ist es besser, einmal mehr den Kinderarzt aufzusuchen. Neugeborene, insbesondere in den ersten vier Lebenswochen und Babys unter 3 Monaten mit Erkältungssymptomen und/oder Fieber sollten immer einem Kinderarzt vorgestellt werden.

 

Verfasser:   Jacqueline Krubke
Foto:              pixabay/creative commons public domain

Literatur:

  • a) www.gesundheit.de/Schnupfen bei Neugeborenen und Kindern
  • b) www.familie.de/Baby-Erkältung
  • c) FAQ zur Anwendung von ätherischen Ölen -Bundesinstitut für Risikobewertung- Februar 2008
  • d) Juan Carlos Abanses, MD; Shinobu Arima, MD and Bruce K. Rubin, MD, FCCP: Vicks VapoRub induces Mucin secretion, decreases ciliary beat frequency, and increases tracheal mucus transport in the ferret trachea; Chest 2009; 135 (1): 143-148. doi: 10.1378/Chest 08-0095
  • e) www.schnupfen.net/Schnupfen beim Baby – Dr. Schweikart.
  • f) www.baby-und-familie.de/Erkältung: Kind krank – was nun?

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